Krankheitsbilder - Pflege

Demenz 

Ein neurologisches Krankheitsbild, das durch den progredienten Verlust kognitiver Fähigkeiten gekennzeichnet ist. Im Verlauf kommt es zum Verlust der Alltagskompetenz und zum Persönlichkeitszerfall. Demenz ist in höherem Lebensalter die häufigste Ursache der Pflegebedürftigkeit.

  • Spezielle Pflege - Umgang - Aspekte
  • Probleme analysieren - Klient - herausforderndes Verhalten - Umgangsmöglichkeiten 
  • Bedürfnisse und Wünsche aller Beteiligten eruieren und zusammenführen
  • Sie im Umgang mit Demenz anzuleiten, z. B. in der Gesprächsführung
  • Angehörigenedukation im Umgang mit dem herausfordernden Verhalten 
  • Ernährungsprobleme identifizieren - Essen soll Genuss sein - Stationen für den Bewegungsdrang
  • Wohnraumadaptierung anzuregen, um Stürze weitestgehend zu vermeiden
  • Schmerzereignisse erkennen, Schmerztherapie adaptieren, Schmerzskalen
  • passende Alltagsgestaltung Tag/Nacht Umkehr vermeiden, Ruhezeiten einhalten
  • Qualtiätskontrolle bestehender Pflegedienste erstellen z. B. sog. "24-Std.-Betreuungskräften"
  • Kommunikation mit Therapeuten und behandelnden Ärzten zur Vermeidung von Irrläufen und sinnlosen Krankenhausaufenthalten 
  • rechtliche Abklärung den Willen des Klienten zu erkennen und ihn rechtlich zu vertreten
  • sie bei behördlichen Angelegenheiten zu unterstützen und zu beraten z. B. Pflegegeld (Antrag, Erhöhungsantrag, Einspruchsmöglichkeiten) 
  • und vieles mehr......
  • Zum Essen motivieren, 10 min. Aktivierung, Biographiearbeit.
  • Assessments zur Unterstützung......

https://www.meinpflegedienst.com/wp-content/uploads/2018/03/Braden-Skala.pdf  Dekubitusrisiko

https://www.arztpraxistreusch.de/pdfs/barthel.pdf - Bartel Index

Zerebraler Insult - Apoplex - Schlaganfall 

Entstehung vorwiegend durch Durchblutungsstörungen welche eine Unterversorgung von Hirnarealen mit Sauerstoff auslöst und neurologische Defizite nach sicht zieht.

  • Spezielle Pflege - Bobat Pflege
  • Je Hirnareal kommt es zu Folgeerscheinungen welche eine Einschränkung im Lebensalltag des Klienten nach sich zieht. Hemiparesen, Gesichtsfeldausfall, Sprachstörungen, Bewusstseinseintrübung, Schluckstörung, Schwindel, Ataxie usw. 
  • Gesamter tgl. Ablauf wie Bewegung, Sichtfeld oder auch Ansprache erfolgt über die betroffene Seite, man versucht dem Gehirn die 2. Körperhälfte wieder anzutrainieren, wahrzunehmen um so die Verbindungen in den Gehirnarealen wieder zu reaktivieren bzw. zu formatieren.
  • Mobilisation über betroffene Seite - ACHTUNG Muskeltonus und Standhaftigkeit 
  • Schluckstörungen - Eindicken von Flüssigkeiten
  • Körperpflege - zusätzliche Reize über die Haut setzen

Schmerzen - Schmerzmanagement

Dimensionen von Schmerz


Schmerztherapie


Palliative Pflege 

"Wenn der Mensch stirbt"

Sterben ist ein Kontinuum in dem ein Mensch langsam in eine andere Dimension geleitet wird.

  • Verändert sich nicht nur  sein gesamtes Erscheinungsbild, sondern auch sein Hunger- und Durstgefühl durch die Veränderungen des Stoffwechsels, der wird langsamer.
  • WICHTIGSTE PFLEGEMAßNAHME - Mundpflege vor allem mit Flüssigkeiten (Wasser, Bier, Saft....)  oder Nahrung,die der Mensch gerne getrunken  oder gegessen hat.
  • Veränderung des Bewusstseins, manchmal werden sie ganz klar und deutlich und manchmal sehr getrübt und erzählen Dinge  mit denen die Angehörigen nichts anfangen können....
  • WICHTIGSTE PFLEGEMAßNAHME- Paraphrasieren und Nachfragen, aktives zuhören und im Raum stehen lasse
  • Veränderung des Atems - Körperfunktionen gehen zurück - weniger Atemtätigkeit - er wird schneller, flacher, unregelmäßiger, röchelnd, rasselnd durch Schleim oder aussetzend.
  • WICHTIGSTE PFLEGEMAßNAHME - Positionsveränderungen zur leichteren Atmung, Seitenlage oder auch Oberkörper hoch lagern.
  • Die Körpertemperatur sinkt ab, da der Puls schneller und schwächer wird. Die Durchblutung sinkt und die Extremitäten werden kalt.
  • WICHTIGSTE PFLEGEMAßNAHME - häufig bringen Wärmeflaschen, dicke Socken oder auch warme Decken abhilfe
  • Die Hirnaktivität wird kurz vor dem Tod reduziert und das Seh- und Hörvermögen nimmt ab. 
  • WICHTIGSTE PFLEGEMAßNAHME - ein leichter Händedruck könnte für "Ja" und ein starker Händedruck "Nein" bedeuten. 
  • Erkennen ob der Sterbende reden möchte oder nicht - für Stille sorgen
  • Die Augen erscheinen eingefallen, die Pupillen verändern sich und reagieren kaum auf Licht.
  • Die Kiefermuskulatur lässt nach und das Unterkiefer lässt sich kaum noch schließen.
  • Die Farbe des Gesichts kann sich zudem verändern, Nase und Mund wirken dann etwas gräulich und bilden ein gräuliches Dreieck
  • Marmorierung der Beine von unten (Zehen beginnend)
  • Atempausen werden länger und der Puls immer schwächer.
  • DAS STERBEN ZULASSEN und für den Sterbenden wie auch den Angehörigen da sein.
  • WICHTIGSTE PFLEGEMAßNAHME: Gespräche - Die Angehörigen können den Sterbenden oft nicht loslassen, häufig sind Sterbende kurz vor ihrem natürlichen Tod sehr erleichtert, beinahe erlöst oft wirken sie richtig glücklich. Wir sollten die Wünsche des Sterbenden und sein Verhalten respektieren und akzeptieren und einfach für ihn da sein, so gut es geht. 

Psychohygiene für Pflegekräfte